Skalenniveaus – Nominalskala, Ordinalskala, Intervallskala und Verhältnisskala

Was bedeuten Begriffe wie Nominaskala, Ordinalskala, Intervallskala oder Verhältnisskala? In diesem Blog-Eintrag erfährt ihr es!

Skalenniveaus sind ein wichtiger Bestandteil in der Statistik (einem Teilgebiet der Mathematik) und beschreiben Merkmalsträger (wie Personen, Pflanzen, Tiere, Versuchsobjekte, usw.) und deren messbaren Merkmale (Wohnort, Farbe, Größe, Vorlieben, Temperatur, Geltwert, usw.). Diese Merkmale haben unterschiedliche Ausprägungen (ganz konkrete Werte), die auf unterschiedlichen “Skalen” liegen können.

Es gibt zwei große Gruppen von Skalenniveaus. Zum einen die Qualitative Skalen (kann man abzählen) und zum anderen die Quantitativen Skalen (werden gemessen).

Zu den Qualitativen Skalen gehörtdie Nominalskala und die Ordinalskala. Zu den Quantitativen Skalen gehörendie Intervallskalen die Verhältnisskalen.

ACHTUNG: Die Werte von Quantiative Skalen verwenden auf Zahlengeraden mit unterschiedlichen Werten!

Die Nominalskala

Stellt euch vor, ihr sitzt in einer Klasse oder in einem Hörsaal und ihr könnt abzählen, wieviele von euch aus der Stadt Wien, aus St. Pölten oder aus Krems kommen. Ihr könnt aber auch abzählen, wieviele von euch eine blaue, rote oder grüne Jacke anhaben oder wer von euch blaue, graue oder braune Augen hat. Ihr könnt aber auch abzählen, wieviele von euch Justin Biber, Ellie Goulding, Keen’V oder TAL hören.

Merke: Werte in der Nominalskale haben keine vorgegeben Ordnung, sondern haben endlich viele mögliche abzählbare Werte wie Orte, Farben, Namen, Musiker-Namen, usw.

Auch gehören Kennzeichen-Nummern von Autos, Name der groten durchfahrenen Gemeinde (mit Ausnahme Wien und Salzburg) und Autohersteller zur Nominalskala.

Die Ordinalskala

Ihr kennt doch sicher Schulnoten. Diese können einen Wert zwischen 1 und 5 annehmen. Vielleicht habt ihr auch schon mal bei einer Umfrage teilgenommen und konntet irgend etwas (letzter Urlaub, eine App im App-Store, euren letzten Ausflug, usw. ) mit einem Wert zwischen 1 und 10 bewerten. Auch Platzierungen bei Wettrennen (Skifahren, Autorennen, Pferderennen, usw.) entsprechen Bewertungen mit einer Reihenfolge (Erster, Zweiter, usw.).

Merkt euch: Wenn ihr irgend etwas bewerten könnt (zum Beispiel eure Lehrer in der Lehrerbewertungsapp Lernsieg), dann handelt es sich um die sogenannte Ordinalskala!

Quantitative Skalen

Alfred misst jede Stunde zwischen 6 Uhr früh und 18 Uhr am Abend die Außentemperatur vor seinem Fenester mit Hilfe eines Termometers. Von diesen Werten will er den Mittelwert berechnen und erhält so die mittlere Temperatur des Tages. Wenn es ihm Spaß macht, kann er auch die Werte einzeln zusammen zählen und erhält so die Summe von einzelnen Werten.

Er kannt aber auch beobachten, zu welcher Uhrzeit sich die Blüten des Apfelbaumes öffnen und rechnet sich aus um welche Uhrzeit herum sie sich durchschnittlich öffnen.

Merke: Bei dieser Skala kann man die Werte addieren oder von ihnen den Mittelwert bilden, jedoch ist der Nullpunkt (zum Beispiel bei der Temperatur) willkürlich gewählt. Weiters gehören auch Daten wie Längengrade, Ankunftszeitpunkte, Erstzulassungsjahre von Autos zu den Intervallskalen

Verhältnisskalen

Johannes durchfährt ungefähr 6 kleine Dörfer bis er zur Arbeit kommt. Lisa jedoch nur 4 Dörfer. Peter jedoch durchfährt 8 kleine Dörfer um zur Arbeit zu gelangen. Insgesamt durchfahren alle zusammen 18 Dörfer. Zusammen macht das 100%. Wieviele Prozent der Dörfer durchfährt Peter und wieviele durchfährt Johannes?
Um das zu berechnen müssen wir ein Verhältnis bilden. Vier Dörfer entsprechen rund 22, 22%, sechs Dörfer entsprechen rund 33,33% und 8 Dörfer entsprechen rund 44,44%.

Bei diesem Beispiel wird klar: Wir bilden, um auf die Prozent-Werte zu kommen, jeweils Verhältnisse. Verhältnisse sind wiederum Quotienten und Quotienten sind nichts anderen als Divisionen.

Merke: Bei Verhältnisskalen darf man Quotienten von Zähldaten wie Gewicht, Größe, Häufigkeiten, Geldwerten, Streckenlange der gewahlten Routen, Fahrtdauer der einzelnen Autos in Stunden, ect. bilden!

Außerdme haben die Verhältnisskalen einen natürlichen Bezugspunkt. Ein Beispiel dafür wäre die Klevin-Skala mit dem Absoluten Nullpunkt, wo die Moleküle keine thermische Bewerung mehr ausführen.

Im Beispiel oben wäre der natürliche Bezugspunkt der Ort der Abfahrt (noch kein Dorf durchfahren). Oder beim Gewicht: Ein Mensch kann nur mehr als Null Kilo haben, da er sonst nichts existiert!

Was du mit welchem Skalenniveau machen darfst

  • Berechnung des Mittelwertes: nur Intervallskala und Verhältnisskala
  • Berechnung des Modus (häufigster Wert): mit allen Skalenniveaus
  • Berechnung der Summe: Intervall und Verhältnisskala
  • Berechnung des Quotienten zweier Werte: Verhältnisskala
  • Berechnung der Hau gkeit des niedrigsten beobachteten Wertes: Ordinalskala, Intervallskala, Verhältnisskala

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.